2. Samuel 22

ELB2020

1 Und David redete zu dem Herrn

2 Der Herr

3 Mein Gott ist mein Hort

4 Gepriesen! rufe ich

5 Denn mich umfingen die Wogen des Todes, Bäche des Verderbens erschreckten mich.

6 Fesseln des Scheols umgaben mich, Fallen des Todes bedrohten mich

7 In meiner Bedrängnis rief ich zum Herrn

8 Da wankte und bebte die Erde; die Grundfesten des Himmels erzitterten und wankten, denn er war von Zorn

9 Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem Mund, glühende Kohlen brannten aus ihm.

10 Er neigte den Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Füßen.

11 Er fuhr auf einem Cherub und flog daher, so schwebte er

12 Und er machte Finsternis rings um sich her zur Hütte

13 Aus dem Glanz vor ihm brannten feurige Kohlen.

14 Der Herr

15 Und er schoss Pfeile und zerstreute sie, schoss seinen

16 Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt durch das Schelten des Herrn

17 Er griff aus der Höhe, erfasste mich, zog mich heraus aus großen Wassern.

18 Er rettete mich vor meinem starken Feind, vor meinen Hassern, denn sie waren mächtiger als ich.

19 Sie bedrohten mich

20 Und er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Gefallen an mir hatte.

21 Der Herr

22 Denn ich habe die Wege des Herrn

23 Denn alle seine Rechtsbestimmungen waren vor mir, und seine Ordnungen – ich bin nicht davon abgewichen.

24 Auch war ich ganz

25 So vergalt der Herr

26 Mit dem Getreuen gehst du getreu um, ganz

27 Mit dem Reinen handelst du rein, mit dem Falschen aber unsinnig.

28 Und das demütige

29 Ja, du bist meine Leuchte, Herr

30 Denn mit dir erstürme ich einen Wall

31 Gott – sein Weg ist vollkommen

32 Denn wer ist Gott außer dem Herrn

33 Gott ist meine starke Bergfestung

34 Er macht meine Füße den Hirschen gleich und stellt mich hin auf meine Höhen.

35 Er lehrt meine Hände das Kämpfen, und meine Arme spannen den ehernen Bogen.

36 Und du gabst mir den Schild deines Heils

37 Du schafftest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel haben nicht gewankt.

38 Meinen Feinden jagte ich nach und vernichtete sie; und ich kehrte nicht um, bis ich sie aufgerieben hatte.

39 Und ich rieb sie auf und zerschmetterte sie, dass sie nicht mehr

40 Und du umgürtetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die gegen mich aufstanden.

41 Du hast bewirkt, dass meine Feinde mir den Rücken zeigen müssen

42 Sie blickten umher – aber da war kein Retter – zum Herrn

43 Und ich zermalmte sie wie Staub der Erde; wie Straßenkot zertrat, zerstampfte ich sie.

44 Und du hast mich gerettet aus den Streitigkeiten meines Volkes; du hast mich als Haupt der Nationen bewahrt; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.

45 Die Söhne der Fremde schmeichelten mir

46 Die Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Festungen.

47 Der Herr

48 der Gott, der mir Rache gab und mir die Völker unterwarf

49 und der mich herausholte von meinen Feinden weg! Und du erhöhtest mich über meine Gegner

50 Darum will ich dich preisen, Herr

51 der seinem König große Rettung schenkt

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