Hiob 27
ELB2020
1 Und Hiob fuhr fort, seinen Spruch zu erheben, und sagte:
2 So wahr Gott lebt, der mir mein Recht entzogen, und der Allmächtige, der meine Seele bitter gemacht hat –
3 ja, solange noch irgendetwas von meinem Atem in mir ist
4 Wenn meine Lippen Unrecht reden und wenn meine Zunge Trug ausspricht!
5 Fern sei es von mir, euch recht zu geben.
6 An meiner Gerechtigkeit halte ich fest und werde sie nicht fahren lassen; mein Herz schmäht nicht einen von meinen Tagen.
7 Meinem Feind ergehe es wie dem Gottlosen und dem
8 Denn was ist des Ruchlosen Hoffnung, wenn sein Leben ein Ende findet
9 Wird Gott sein Hilfegeschrei
10 Oder wird er an dem Allmächtigen seine Lust haben, Gott anrufen zu jeder Zeit?
11 Ich will euch belehren über Gottes Tun
12 Siehe, ihr selbst habt es alle geschaut, warum denn schwatzt ihr so nichtiges Zeug?
13 Dies ist das Los des gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Gewalttätigen, das sie vom Allmächtigen empfangen:
14 Wenn seine Söhne zahlreich werden, dann für das Schwert, und seine Sprösslinge können sich nicht satt essen an Brot.
15 Seine Übriggebliebenen werden vom Tod begraben
16 Wenn er auch
17 er stapelt sie zwar
18 Er hat sein Haus gebaut wie die Motte
19 Reich legt er sich hin, und nichts ist ihm genommen
20 Wie Wasser erreichen ihn jähe Schrecken, des Nachts entführt ihn ein Sturmwind.
21 Der Ostwind hebt ihn empor, dass er dahinfährt, und reißt ihn weg von seiner Stätte.
22 Er stürzt sich auf ihn
23 Man klatscht über ihn in die Hände