Hiob 28
ELB2020
1 Ja, für Silber gibt es einen Fundort und eine Stelle für Gold, wo man es auswäscht.
2 Eisen wird aus dem Erdreich hervorgeholt, und Gestein schmilzt man zu Kupfer.
3 Man setzt der Finsternis ein Ende und durchforscht bis zur äußersten Grenze das Gestein der Dunkelheit und Finsternis.
4 Man bricht einen Schacht fern von dem droben
5 Die Erde, aus der das Brot hervorkommt, ihr Unteres wird umgewühlt wie vom Feuer.
6 Ihr Gestein ist die Fundstätte des Saphirs, und Goldstaub findet sich
7 Ein Pfad, den der Raubvogel nicht kennt und den das Auge der Königsweihe nicht erblickt hat –
8 nie hat das stolze Wild
9 Nach dem harten Gestein
10 In die Felsen treibt man Stollen
11 Die Sickerstellen von Wasseradern
12 Aber die Weisheit, wo kann man sie finden, und wo ist denn die Fundstätte der Einsicht?
13 Kein Mensch erkennt ihren Wert
14 Die Tiefe sagt: In mir ist sie nicht! – und das Meer sagt: Nicht bei mir!
15 Geläutertes Gold
16 Sie wird nicht aufgewogen mit Gold aus Ofir, mit kostbarem Schoham-Stein
17 Gold und Glas sind ihr nicht vergleichbar, keinen Tausch für sie gibt es gegen Gerät aus gediegenem Gold.
18 Korallen und Bergkristall brauchen gar nicht erwähnt zu werden; und ein Beutel voller
19 Nicht vergleichbar mit ihr ist Topas aus Kusch; mit dem reinsten Gold wird sie nicht aufgewogen.
20 Die Weisheit nun, woher kommt sie, und wo denn ist die Fundstätte der Einsicht?
21 Verhüllt ist sie vor den Augen alles Lebendigen, und vor den Vögeln des Himmels ist sie verborgen.
22 Der Abgrund
23 Gott ist es, der Einsicht hat in ihren Weg, und er kennt ihre Stätte.
24 Denn nur er blickt bis zu den Enden der Erde. Unter dem ganzen Himmel schaut er aus,
25 um dem Wind ein Gewicht zu bestimmen; und das Wasser begrenzte er mit einem Maß.
26 Als er dem Regen eine Ordnung bestimmte und einen Weg der donnernden Gewitterwolke,
27 da sah er sie und verkündigte sie
28 Und zu dem Menschen sprach er: Siehe, die Furcht des Herrn, sie ist Weisheit, und vom Bösen weichen, das