Hiob 29
ELB2020
1 Und Hiob fuhr fort, seinen Spruch zu erheben, und sagte:
2 Wäre ich doch, wie in den früheren Monaten, wie in den Tagen, als Gott mich behütete! –
3 als seine Leuchte über meinem Haupt schien, als ich bei seinem Licht durch die Finsternis ging;
4 wie ich war in den Tagen meiner Jugend, als über meinem Zelt Gottes Rat
5 als der Allmächtige noch mit mir war, meine Söhne
6 als meine Schritte sich in Dickmilch badeten, und der Fels neben mir Bäche von Öl ausgoss!
7 Ging ich durch das Tor in die Stadt hinauf, stellte ich meinen Sitz auf dem öffentlichen
8 Sahen mich dann
9 Die Obersten hielten die Worte zurück und legten die Hand auf ihren Mund.
10 Die Stimme der führenden Männer
11 Hörte mich
12 Denn ich befreite den Elenden, der um Hilfe rief, und die Waise, die
13 Der Segenswunsch des Mutlosen
14 Ich kleidete mich in Gerechtigkeit, mich bekleidete wie ein Oberkleid und Kopfbund mein Recht.
15 Auge
16 Ein Vater war ich für die Armen, und den Rechtsstreit dessen, den ich nicht kannte, untersuchte ich.
17 Und ich zerschmetterte die Kinnladen des Übeltäters, und seinen Zähnen entriss ich
18 Und ich sagte mir
19 Meine Wurzel wird geöffnet sein zum Wasser hin, und der Tau wird auf meinem Gezweig übernachten.
20 Meine Ehre wird frisch bei mir bleiben, und mein Bogen in meiner Hand wird sich verjüngen
21 Man hörte mir zu und wartete und verhielt sich still gegenüber meinem Rat.
22 Hatte ich geredet, so
23 Und sie warteten auf mich wie auf Regen und sperrten ihren Mund auf wie
24 Lächelte ich denen zu, die kein Vertrauen hatten, dann nahmen sie das Leuchten meines Gesichts auf
25 Ich wählte für sie den Weg aus und saß als Haupt und thronte wie ein König unter der Kriegsschar wie einer, der Trauernde tröstet.