Klagelieder 1

ELB2020

1 Wehe, wie sitzt so einsam da die einst

2 Sie weint und weint des Nachts, und ihre Tränen laufen

3 Gefangen ist Juda weggezogen aus Elend und aus schwerem

4 Die Wege nach Zion trauern, weil niemand zum Fest kommt. All ihre Tore sind menschenleer

5 Ihre Gegner sind obenauf, ihre Feinde haben Ruhe. Denn der Herr

6 So zog aus der Tochter Zion all ihre Pracht aus. Ihre Obersten sind wie Hirsche geworden, die keine Weide finden, und kraftlos zogen sie dahin vor dem Verfolger.

7 Jerusalem denkt in den Tagen ihres Elends und ihrer Heimatlosigkeit an all ihre Kostbarkeiten, die es bei ihr

8 Schwer gesündigt hat Jerusalem. Darum ist sie zum Gespött

9 Ihre Unreinheit klebt

10 Seine Hand hat der Gegner ausgestreckt nach all ihren Kostbarkeiten. Ja, sie musste mit ansehen, wie Nationen in ihr Heiligtum kamen, denen du geboten hattest, sie sollten dir nicht in die Versammlung kommen!

11 All ihr Volk seufzt auf der Suche nach Brot; sie geben ihre Kostbarkeiten für Nahrung hin, um sich am Leben zu halten

12 Ist es noch

13 Aus der Höhe sandte er Feuer in meine Gebeine und zertrat sie. Er spannte ein Netz für meine Füße, zwang mich zur Umkehr. Er machte mich einsam

14 Schwer

15 Alle meine Starken verwarf der Herr in meiner Mitte; er rief gegen mich ein Treffen

16 Darüber muss ich weinen, mein Auge, mein Auge zerfließt von Wasser

17 Zion breitet ihre Hände aus, doch

18 Gerecht ist er, der Herr

19 Ich rief nach denen, die mich geliebt hatten

20 Sieh, Herr

21 Man hört

22 All ihre Bosheit komme vor dich! Handle an ihnen, wie du an mir gehandelt hast wegen all meiner Verbrechen! Denn zahlreich sind meine Seufzer, und mein Herz ist krank.

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