Sprüche 5

ELB2020

1 Mein Sohn, horche auf meine Weisheit, zu meiner Einsicht neige dein Ohr,

2 dass du Besonnenheit behältst und deine Lippen Erkenntnis bewahren!

3 Denn Honig träufeln die Lippen der Fremden

4 aber zuletzt ist sie bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert.

5 Ihre Füße steigen hinab zum Tod, auf den Scheol halten ihre Schritte zu.

6 Damit du auf den Pfad des Lebens nur nicht achtgibst, sind unstet ihre Bahnen

7 Nun denn, ihr Söhne, hört auf mich und weicht nicht ab von den Worten meines Mundes!

8 Halte fern von ihr deinen Weg und komm ihrer Haustür nicht nah!

9 Sonst gibst du andern deine Lebens

10 Sonst sättigen Fremde sich noch an deinem Vermögen, an deinem mühsam Erworbenen in eines Ausländers Haus;

11 und du stöhnst zuletzt

12 und sagst: Ach, wie konnte ich nur hassen die Zucht, wie

13 dass ich nicht gehorchte der Stimme all

14 Wie leicht hätte ich ganz ins Unglück geraten können

15 Trinke Wasser aus deiner eigenen

16 Sollen nach draußen verströmen deine Quellen, auf die Plätze die Wasserbäche?

17 Dir allein sollen sie gehören, doch keinem Fremden neben dir.

18 Deine Quelle sei gesegnet, erfreue dich an der Frau deiner Jugend!

19 Die liebliche Hirschkuh und anmutige Gämse

20 Warum solltest du, mein Sohn, an einer Fremden

21 Denn vor den Augen des Herrn

22 Seine eigenen Sünden fangen ihn, den Gottlosen, und in den Stricken seiner Sünde wird er festgehalten.

23 Ein solcher wird sterben aus Mangel an Zucht, und in der Größe seiner Narrheit taumelt er dahin

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