Jesaja 43
NLB
1 Doch nun spricht der Herr
2 Wenn du durch Wasser gehst, werde ich bei dir sein. Ströme sollen dich nicht überfluten! Wenn du durch Feuer gehst, wirst du nicht verbrennen; die Flammen werden dich nicht verzehren!
3 Denn ich bin der Herr
4 Weil du in meinen Augen kostbar bist und wertvoll und weil ich dich liebe, opfere ich Länder an deiner Stelle und Völker für dein Leben.
5 Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich werde deine Kinder aus dem Osten holen und dich aus dem Westen sammeln.
6 Zum Norden sage ich: ›Gib her!‹ Und zum Süden: ›Halte niemanden zurück!‹ Bring meine Söhne aus der Ferne, meine Töchter aus allen Winkeln der Erde –
7 alle, die nach meinem Namen benannt sind, die ich zu meiner Ehre gemacht habe, die ich gebildet und erschaffen habe.«
8 Bringt das Volk her, das blind ist, obwohl es Augen hat. Holt diejenigen herbei, die taub sind, obwohl sie Ohren haben.
9 Alle Völker sollen sich versammeln und die Nationen zusammenkommen. Wer von ihnen konnte dies ankündigen? Sie sollen uns die Weissagungen ihrer Götter hören lassen. Sie sollen ihre Zeugen bringen und Beweise vorlegen, damit man es hört und sagt: »Es ist wahr.«
10 »Ihr seid meine Zeugen!«, spricht der Herr
11 Ich allein bin der Herr
12 Ich habe es selbst verkündigt und es euch wissen lassen. Dies kann man von dem fremden Gott, den ihr bei euch habt, nicht behaupten. Ihr seid meine Zeugen, dass ich der einzige Gott bin«, spricht der Herr
13 »Das bin ich auch weiterhin. Keiner kann aus meiner Hand entkommen. Ich wirke und niemand kann mich hindern.«
14 Der Herr
15 Ich bin der Herr
16 So spricht der Herr
17 Ich rief Streitwagen und Pferde, Heer und Befehlshaber herbei und ließ sie umkommen, damit sie nie mehr aufstehen. Sie wurden ausgelöscht und sind wie ein Docht verglommen.
18 Denkt nicht mehr daran, was war, und grübelt nicht mehr über das Vergangene.
19 Seht hin; ich mache etwas Neues; schon keimt es auf. Seht ihr es nicht? Ich bahne einen Weg durch die Wüste und lasse Flüsse in der Einöde entstehen.
20 Die wilden Tiere auf den Feldern werden mir danken, ebenso die Schakale und Strauße, weil ich meinem erwählten Volk Wasser in der Wüste und Ströme in der Einöde schaffe, damit es zu trinken hat. Ja, ich will in der Wüste Quellen entspringen lassen, damit mein auserwähltes Volk sich erfrischen kann.
21 Es ist das Volk, das ich mir dazu erschaffen habe, von meinem Ruhm zu erzählen.
22 Doch du hast mich nicht gerufen, Jakob. Um mich hast du dich nicht bemüht, Israel!
23 Du hast mir keine Lämmer als Brandopfer gebracht und hast mich nicht mit Schlachtopfern geehrt. Ich habe dich nicht zu Speiseopfern gezwungen oder dir auferlegt, mir Weihrauch zu bringen.
24 Du hast keine Gewürze für mich gekauft, hast mich nicht mit dem Fett von Opfertieren erfreut, nein, du hast mich mit deinen Sünden bedrängt und mich mit deinen bösen Taten ermüdet.
25 Ich – ich allein – bin es, der deine Übertretungen um meiner selbst willen tilgt und nicht mehr an deine Sünden denkt.
26 Ermahne mich, damit es mir wieder einfällt, lass uns miteinander vor Gericht gehen, zähl alles auf, damit du recht behältst!
27 Schon dein erster Vorfahr hat gegen mich gesündigt – deine Priester und Propheten
28 Deshalb habe ich eure geistlichen Führer ihres priesterlichen Amtes enthoben, Jakob der Vernichtung ausgeliefert und Israel dem Spott.