Psalm 73
SCHLACHTER2000
1 Ein Psalm Asaphs.
2 Ich aber — fast wäre ich gestrauchelt mit meinen Füßen,
3 Denn ich beneidete die Übermütigen,
4 Denn sie leiden keine Qual bis zu ihrem Tod,
5 Sie leben nicht in der Not der Sterblichen
6 Darum ist Hochmut ihr Halsschmuck,
7 Ihr Gesicht strotzt von Fett;
8 Sie höhnen und reden boshaft von Bedrückung,
9 Sie reden, als käme es vom Himmel;
10 Darum wendet sich auch sein Volk ihnen zu,
11 Und sie sagen: »Wie sollte Gott es wissen?
12 Siehe, das sind die Gottlosen;
13 Ganz umsonst habe ich mein Herz rein erhalten
14 denn ich bin doch den ganzen Tag geplagt worden,
15 Wenn ich gesagt hätte: »Ich will ebenso reden!«
16 So sann ich denn nach, um dies zu verstehen;
17 — bis ich in das Heiligtum Gottes ging
18 Fürwahr, du stellst sie auf schlüpfrigen Boden;
19 Wie sind sie so plötzlich verwüstet worden!
20 Wie man einen Traum nach dem Erwachen verschmäht,
21 Als mein Herz verbittert war
22 da war ich töricht und verstand nichts;
23 Und dennoch bleibe ich stets bei dir;
24 Du leitest mich nach deinem Rat
25 Wen habe ich im Himmel [außer dir]?
26 Wenn mir auch Leib und Seele vergehen,
27 Denn siehe, die fern von dir sind, gehen ins Verderben;
28 Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich;